Nützliche Infos
Notruf: 112
Polizei: 110
Pannendienst: 1888
WiFi /WLAN Info
Newsletter
| Landkreis Tartumaa am Peipussee |
|
Landkreis Tartumaa liegt zwischen zwei Seen – dem Peipussee und dem See Võrtsjärv. Diese zwei Seen vom Fluss Suur Emajõgi (Groß-Embach) miteinander verbunden. Es ist der einzige Fluss Estlands der in seiner ganzen Länge schiffbar ist (~100 Km). Der Fluss Emajõgi spielt in der Geschichte des Landkreises eine prägende Rolle und wird heute im Regionaltourismus immer wichtiger. Die östliche Grenze des Landkreises – der Peipussee – bildet ebenso die Staatsgrenze zwischen Estland und Russland. Tartumaa bietet verschiedene Möglichkeiten für Urlaub und Freizeit. Natur- und Kulturfans werden sicherlich viel Interessantes vorfinden. An der Westküste von Peipussee, am nordöstlichen Rand des Tartumaa Landkreises – besuchen Sie Kallaste, eine Kleinstadt gelegen auf der stufigen Küstenterrasse, die im Jahr 1720 von russischen Altgläubigen gegründet wurde – und in 1938 Stadtrechte erhielt. Fischfang und Gemüseanbau baten hierzulande schon immer Lebensunterhalt. Die Gegend ist und war schon immer für Zwiebelanbau berühmt. Sehenswert ist die rote, devonische Steilküste aus Sandstein – die bis zu 9 Meter hoch und und über 200 Meter lang ist. In dem malerischen Gestein sind viele Fischfossilien gefunden worden und ebenso ist es ein Brutort für Küstenschwalben. Im nördlichen Teil von Kallaste gibt es einen Hafen, der meist kleine Fischerboote bedienen – Fischerei ist für die Einheimischen die wichtigste Beschäftigung und Einnahmequelle. Zu dem religiösen Leben der Altgläubigen in Kallaste können Sie mehr in der orthodoxen Kirche erfahren – sie hat eine besonders üppige Ikonostase. In Kallaste wurde der estnische Dichter Eduart Tubin geboren – an seinem Geburtsort steht ein Gedenkstein. Südlich von Kallaste, am Peipusufer entlang, finden Sie mehrere alte Fischerdörfer – Rootsiküla, Nina, Riidma, Lahe, Kolkja, Sohvia, Kasepää und Varnja. Diese Dörfer entstanden in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Im Dorf Nina finden Sie ein kleines architektonisches Meisterwerk: Die orthodoxe Kirche ‘Schutz der Gottesmutter’. Die denkmalgeschützte klassizistische Kirche hat typische, zwiebelförmige Kuppeln und innen eine einzigartige Ikonostase. In der Nähe befindet sich der alte Leuchtturm und ‘die Brücke von Kalevipoeg’. So wird diese von den Einheimischen genannt – eigentlich ist es ein gestuftes, von Wellen in die Moräne eingespültes Uferstrich. Landeinwärts kommen sie nach Alatskivi – berühmt für ihr prächtiges, neugotisches Herrenhaus, das vom Englischen Garten umschlossen wird. Sie können die wunderschöne Natur und Architektur genießen, oder das Eduard Tubin Museum auf der zweiten Etage des Schlosses besuchen. Im dortigen Restaurant kann man auch gut essen oder Feierlichkeiten organisieren. In Alatskivi finden Sie auch eine aus dem Bruchstein und roten Backsteinen gebaute Kirche mit Friedhof. Laksi Tõnis, ein Bauer aus Alatskivi der durch das vom Jakob Liiv geschriebene Theatersstück berühmt wurde, und der Dichter Juhan Liiv – ruhen hier. Im Juhan Liiv Museum können Sie das Landleben Estlands vom Ende des 19. und vom Anfang des 20. Jahrhunderts kennenlernen, wie auch das Leben und die Arbeit der Schriftsteller Juhan und Jakob Liiv, und des Komponisten Eduard Tubin. In Alatskivi finden Sie eine estnische Urzeitsiedlung, die von einem breiten Graben umschlossen wird und ‘der Grab von Kalevipoeg’ genannt wird. Peipsimaa Besucherzentrum setzt auf regionale Traditionen, dort werden von Altgläubigen Handarbeitstunden und verschiedene Workshops angeboten, es gibt Informationen und Materialien zum Peipussee-Tourismus, zu Führungservices usw. In Kolkja finden Sie die Auferstehungskirche der Altgläubigen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts und ein Museum der Altgläubigen. Im Fish- und Zwiebelrestaurant erleben Sie die regionale Küche. In Kasepää finden Sie ebenso eine Altgläubigerkirche mit Friedhof. Varnja wird meist von russisch-orthodoxen Altgläubigen bewohnt und im dortigen Museum für Lebendige Geschichte können Sie mehr zum Leben der Altgläubigen erfahren – zu ihrer Kleidung, zum Haushalt und zu ihren Sitten. Es gibt natürlich eine Kirche mit Friedhof und einen Bootshafen. Noch mehr Landeinwärts kommt der Emajõe Groß-Sumpf (‘Suursoo’) – es ist ein Naturschutzgebiet wo Naturfans ganz auf ihre Kosten kommen werden. Das Hauptgebäude des Besucherzentrums des Naturschutzgebietes befindet sich in Kavastu, das auf die Ruine der ehemaligen Burgwand gebaut ist. Laaksaare besitzt eine Fährenverbindung zur größten Insel vom Peipussee – zur Piirissaare. Die Insel ist ziemlich sumpfig und steht ebenso unter Naturschutz – es ist Zuhause für viele seltene Vogel- und Amphibienarten. Die drei Dörfer der Insel werden meist von russischen Altgläubigen bewohnt, die dank ihrer Abgelegenheit viele einzigartige Traditionen und ihre Lebensart bewahren konnten. Meist beschäftigen sie sich mit Fischfang und Zwiebelanbau. Sehenswert ist die dortige Peter-Paul Kirche im Dorf Piiri, die zwar nicht mehr aktiv genutzt wird, aber dennoch architektonisch ein interessanter Bau ist. An der engsten Stelle zwischen dem Peipussee und dem Pihkva-See, am See Lämmijärv, befindet sich die kleine Gemeinde Mehikoorma mit ihren sandigen Ufern, dem Hafen und dem Leuchtturm. Falls Sie noch mehr Richtung Landinnere gehen – sollten Sie Võnnu und das dortige Denkmal für den estnischen Freiheitskrieg besuchen. |









